Greenpeace Jugend

Plastikmeer - But You Don't Care?

Plastikaktion der JAG Bremen

Unter dem Motto „Plastikmeer – But You Don’t Care?“ haben wir uns am vergangenen Freitag, dem 14. September 2018, am Domplatz getroffen um mit den Bremer*innen über das Plastikproblem in den Meeren und Ozeanen zu sprechen.

Das Thema ist in der Bevölkerung all zu gut bekannt, und dennoch nimmt der Plastikverbrauch weiterhin zu. Mittlerweise wird vermutet, dass bisher 150 Millionen Tonnen Plastik ins Meer gelangen sind, die sich zu einem großen Teil in gigantischen Müllstrudeln konzentrieren – und jedes Jahr werden es nach Schätzungen 13 Millionen Tonnen mehr, die unsere Gewässer vergiften.

Uns war es besonders wichtig, dass sich die Passanten mit dem Thema beschäftigen und nachdenken, was jeder Einzelne von uns gegen das Plastikproblem machen kann. Die Ideen haben wir dabei auf einer Flipchart gesammelt und mit anderen Leuten geteilt. Eine besonders wichtige Botschaft von uns sind die sogenannten 5 R’s – Refuse, Reduce, Reuse, Repurpose, Recycle! (Plastik ablehen, wiederverwenden, reduzieren, umfunktionieren, recyceln).

Greenpeace fordert eine Senkung des Plastikverbrauchs, ein Verbot von Einwegtragetaschen, kein Mikroplastik in Kosmetika, und eine echte Kreislaufwirtschaft mit höchstmöglicher Recyclingquote!

Mehr Infos zu Plastik in den Meeren ► hier
Fakten zu den Gefahren von Plastik ► hier (PDF Datei)

Jugendliche springen für Kohleausstieg in die Spree

Für den Klimaschutz in die eiskalte Spree springen? Kein Problem! Heute sind rund hundert Jungedliche vorm Berliner Reichstag baden gegangen und haben von der Bundesregierung gefordert: „Lasst unsere Zukunft nicht absaufen“.

Konsum Flyer

Nachhaltiger Konsum & Geldfrei leben – Vortrag und Diskussion bei der JAG Bremen

„Wie kann ich meinen Lebensstil möglichst nachhaltig, umweltschonend und geldfrei gestalten?“ – Das war das zentrale Thema des Vortrags von Tobi Rosswog und Jens Fröhlke die wir am 26. Februar 2018 nach Bremen eingeladen haben.

Ca. 80 Menschen versammelten sich im „Grünen Zweig“ und hörten gespannt zu, wie beide ihre Erfahrungen zum Thema Konsum mit uns teilten: Jens Fröhlke erzählte von seiner Reise durch Deutschland und wie er von dem gelebt hat, was bereits vorhanden war. Und Tobi Rosswog konnte mit seinem Wissen über den nachhaltigen Konsum Tipps geben und das Publikum zum Nachdenken anregen.

„Im Grunde genommen alles zu ändern – das ist die herausfordernde Aufgabe!”

Nachdem wir viel Input zum Massenkonsum und zur Wegwerfgesellschaft bekamen, konnte das Publikum im zweiten Teil des Abends seine Ideen und Vorschläge zu einem nachhaltigeren Leben mit den anderen zu teilen: Von philosophischen Gedanken, Diskussionen bis hin zu praktischen Tipps war alles dabei. So ließen wir den Abend ausklingen und freuten uns über ein inspiriertes und motiviertes Publikum. Auf die letzte Frage, ob man wirklich alles ändern kann, antwortete Tobi Rosswog:

„Es lohnt sich anzufangen. Sich in Kollektiven zu organisieren und gemeinsam zu fragen: Wie kann ich das anders machen? Was brauche ich wirklich? Wie kann ich nicht im Hamsterrad mitmachen? Denn das Nachhaltigste ist das, was schon da ist, zu verwenden.“

Denn mit einem “Weiter so” wie bisher geht es nicht. Durch das verschwenderische Konsumverhalten werden kostbare Ressourcen missbraucht, ganze Ökosysteme ausgebeutet und schlussendlich zerstört – maßgeblich angefeuert durch wirtschaftlichen Profit. Jeder Einzelne kann mit seiner Entscheidung für einen nachhaltigeren Lebensstil ein Signal setzen, und dadurch die weltweite Bewegung unterstützen! Das war eine zentrale Botschaft, die wir an diesen Abend hörten.

Vielen Dank an Tobi Rosswog und Jens Fröhlke für ihren wunderbaren Vortrag, an den „Grünen Zweig“ für den Veranstaltungsort, und an das Publikum für ihre inspirierenden Ideen! :)

Infos zu den Auswirkungen unseres Konsumverhaltens ► hier (PDF Datei)
Viele Tipps zum Nachhaltigen Konsum ► hier

Greenpeace-Pinguine am Brandenburger Tor

Greenpeace-Jugendliche zogen als Pinguine durch Berlin, um Unterschriften für ein Schutzgebiet im antarktischen Weddellmeer zu sammeln.

Schwarz-Weiß verkleidet und mit Pinguin-Masken kostümiert, watschelten sie über den Pariser Platz – Pinguine am Brandenburger Tor! Entzückt fingen zahlreiche Passanten an, Fotos zu schießen. Auch Selfies mit Pinguin vor dem Wahrzeichen Berlins waren plötzlich sehr gefragt. Das hatten die Jaggies geschickt eingefädelt. Denn natürlich wollten die Leute nicht nur Fotos, sondern auch Antworten. Warum die Pinguin-Aktion vor dem Brandenburger Tor?
Das war schnell erzählt. Im Weddellmeer nordwestlich der Antarktis soll ein Meeresschutzgebiet entstehen – fünfmal so groß wie Deutschland und damit das größte Meeresschutzgebiet der Welt! Zumindest wenn es nach Greenpeace und den deutschen Vertretern der Antarktis-Kommission geht. In der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis sitzen Vertreter aus 25 Staaten. Obwohl sich die Kommission dem Schutz der Meereswelt am Südpol verpflichtet hat, verfolgen einige Mitgliedsländer eigene Interessen. So fischen
Länder wie China und Norwegen recht ausgiebig am Südpol, auf die reichen Fischgründe wollen sie nur ungern verzichten. Sie könnten den Vorschlag für das neue Schutzgebiet im Weddellmeer ablehnen und seine Einrichtung verhindern.

Ein Schutzgebiet im Weddellmeer – warum?

Um den Vorschlag mit möglichst großer Zustimmung aus der Bevölkerung zu unterstützen, sammelt Greenpeace nun Unterschriften – und zwar weltweit. Je mehr Menschen mit ihrer Unterschrift auf die Politik Druck erzeugen, desto besser für die vielen tausend Tierarten, die im und vom Weddellmeer leben. Darunter Fische, Pinguine, Seevögel, Wale, Seehunde und Robben. Allein am Meeresgrund des Weddellmeeres sollen 14.000 verschiedene Tierarten in fein aufeinander abgestimmten Lebensgemeinschaften leben. Forscher vergleichen die Artenvielfalt mit der tropischer Riffe.
Auch das weltweite Klima würde vom Schutzgebiet profitieren. Wie Wälder gehören intakte Meere zu unseren besten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel, weil sie der Atmosphäre CO2 entziehen. Besonders die eisigen Gewässer am Nord- und Südpol spielen für das Weltklima eine wichtige Rolle.
Von so vielen guten Argumenten ließen sich die meisten Passanten gern überzeugen. Rasend schnell füllten sich die Unterschriftenlisten der Jaggies – ein toller Erfolg für die Greenpeace-Pinguine vom Brandenburger Tor!

MEINE HEIMAT SCHMILZT

Wir waren am 14.01.2018 auf der Eisbahn Planten und Blomen und haben auf den Schutz der Arktis aufmerksam gemacht und Infos verteilt. Es war mega geil und wir haben mit voll vielen Menschen geschnackt und Leute umarmt. Der Eisbär war die Attraktion der Eisbahn und hat alle Blicke auf sich gezogen. Gemeinsam mit den Eisläufern aller Altersklassen haben wir uns über den Klimawandel und dessen Folgen ausgetauscht und hoffentlich den Einen oder Anderen zum Nachdenken anregen können.

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